Der DFB versteht dieses Prädikat als „ein Zertifikat für ein gut funktionierendes Netzwerk von Schule, Leistungszentrum und Verband, das garantiert, dass alle Spitzentalente auf umfassende Hilfe- und Serviceleistungen mit dem Ziel einer parallelen sportlichen und schulischen Karriereförderung zurückgreifen können“. (siehe Artikel auf der offiziellen DFB-Seite)
Ziel des Projektes „Eliteschule des Fußballs“ ist es, durch eine enge Verzahnung von Schule, Verein und Verband talentierten Mädchen die Doppelbelastung von Schule und Leistungssport zu erleichtern und die Leistungsdichte im Frauenfußball zu erhöhen.
Das Konzept einer Eliteschule für den Mädchenfußball wurde am 13. Juli 2006 in einer Pressekonferenz im Internat des Calvarienbergs in Anwesenheit des DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger offiziell vorgestellt. Dieser unterstrich die Bedeutung der Maßnahme und erläuterte die Beweggründe des DFB, eine solche Schule zu etablieren. In einer Stellungnahme des Fußballverbandes Rheinland zu dieser Veranstaltung wurde das Projekt „als neue[r] Meilenstein in der Talentförderung im deutschen Fußball“ bezeichnet. (Artikel auf der Seite des Landessportbundes Rheinland-Pfalz und der Seite des Fußballverbandes Rheinland)
Mit dem Schuljahr 2006/2007 begann die Kooperation zwischen dem DFB und den beiden Privatschulen der Ursulinen. Nach Abschluss des Zertifizierungsverfahrens verlieh Hannelore Ratzeburg, die Vizepräsidentin des Deutschen Fußball-Bundes, in einer Feierstunde dem Gymnasium und der Realschule Calvarienberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler offiziell den Titel „Eliteschule des Fußballs”. (Pressemeldung des Fußballverbandes Rheinland)
Die aktuell neun Mädchen sind im Internat der Ursulinen auf dem Calvarienberg untergebracht, wo ihnen Frau Merkert und Sr. Roswitha Maria zur Seite stehen.
Die Betreuung im sportlichen Bereich und ein Teil des Trainings werden durch den DFB-Stützpunktkoordinator des Fußballverbandes Rheinland, Thomas Obliers, durchgeführt. Die jungen Talente nehmen an umfangreichen für sie individuell gestalteten Trainingmaßnahmen teil. In diesem Zusammenhang ist die Anbindung an den Frauenbundesligisten SC 07 Bad Neuenahr als Pluspunkt zu sehen. Auch die sportärztliche Versorgung ist dadurch gewährleistet.
Die Schule unterstützt die Maßnahme in mehrfacher Hinsicht. Die beiden Lehrer, Herr Harst und Herr Ludes, stehen den Fußballerinnen als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch bei der Stundenplangestaltung und der Terminierung von Klassen- bzw. Kursarbeiten wird auf die Belastung der Mädchen Rücksicht genommen. Gegebenenfalls werden Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe organisiert.
Insgesamt scheinen die Weichen für ein gutes Gelingen des Projektes gestellt.
(Andreas Ludes, 1.10.2008)